Programm

Das Treffen der Amigos e Amigas do MST da Europa findet dieses Jahr zusammen mit der Tagung der jährlichen Tagung des Runden Tisches Brasilien von 9. bis 13. Dezember in Leipzig statt.

Zunächst werden sich die Amigas e Amigos von 9. bis 11. Dezember allein treffen, ab Freitagabend haben wir eine gemeinsame inhaltliche Tagung vorbereitet. Der gemeinsame Titel lautet:

Kein Land in Sicht?
Brasiliens Agrarfrage im Zeichen des Klimawandels Weiterlesen

Ankündigung: VIII. Europäisches Treffen

  der Freundinnen und Freunde der brasilianischen Landlosenbewegung MST, 9.-13.12.2009 in Leipzig

Erziehung und Bildung in der brasilianischen Landlosenbewegung, die Kampagne zur Zellulosepro­duk­tion in Brasilien, die Sicht der Landlosenbewegung auf die internationale Solidarität und die aktuelle  Situation der brasilianischen Landlosenbewegung im Kontext von Agrarpolitik und Klimawandel: dies sind die Schwerpunkte des diesjährigen Treffens der Freundinnen und Freunde der brasilianischen Landlosenbewegung MST. Weiterlesen

Eukalyptus-Großplantagen

Von Via Campesina – Rio Grande do Sul – 2006, zusammengefasst von Gislene Lima, November 2009. Für KoBra aus dem brasilianischen Portugiesisch von Sylvia Meyer

Um die Bedrohung von Mensch und Umwelt durch Eukalyptusmonokulturen zu verstehen, ist es notwendig zu wissen, wie und warum sie in Brasilien eingeführt wurden.

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MST erneut unter Beschuss

für KoBra von Kirsten Bredenbeck, September und November 2009

Anfang September wartete das brasilianische Wochenmagazin Veja mit der Titelgeschichte “Im Geldschrank der MST” auf; das Journal O Globo und die Zeitung Estado berichteten ausführlich über den Artikel. Veja habe Zugang zu den Bankdaten von vier Organisationen erhalten, die sie als finanziellen Arm der MST ausgemacht hat. Weiterlesen

Ökologische Landwirtschaft in den Agrarreformgebieten

des MST im Norden von Minas Gerais: Herausforderungen und Möglichkeiten

Von Tatiana Gomes, MST Minas Gerais, November 2009, für KoBra aus dem brasilianischen Portugiesisch von Jürgen Stahn.

In Brasilien steht eine Agrarreform heute nicht mehr auf der Agenda nationaler Vorhaben und ist noch weniger Bestandteil von Regierungsprogrammen.

Aus der Verbindung zwischen internationalem Finanzkapital und dem Großgrundbesitz entstand das Agrobusiness, die agroindustrielle Landwirtschaft. Deren Folge ist eine neuartige Produktionsweise, der großflächige Anbau von Rohstoffen für agroindustrielle Produkte. Dafür sind die Mechanisierung der Produktionsprozesse sowie der Einsatz von Agrochemikalien und von gentechnisch verändertem Saatgut in der Landwirtschaft unabdingbare Voraussetzung.

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Aktualisierung der Produktivitätszahlen

Für KoBra von Kirsten Bredenbeck, September 2009

Mitte August kündigte Lula eine Aktualisierung der Produktivitätszahlen für Latifundien an, die ab 2010 gelten soll, und forderte die beiden Minister für Agrarentwicklung und für Landwirtschaft auf, hierzu eine interministerielle Verordnung zu erlassen. Latifundien, die den Produktivitätszahlen zufolge als unproduktiv eingestuft werden, können in Brasilien enteignet werden. Bei aktuelleren Produktivitätszahlen würden etliche Latifundien mehr als heute als unproduktiv gelten und damit für Landreformzwecke enteignet werden können. Nach Daten einer Studie des Landwirtschaftsministeriums, die es im Juli vorgelegt hatte, hat sich die Produktivität in Brasilien seit 1975 im Schnitt jährlich um knapp 3,7% erhöht, wobei der jährliche Produktivitätszuwachs in den letzten acht Jahren sogar knapp 5,6% betrug.

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Neues Gesetz legalisiert Landraub in Amazonien

Von Keno Tönjes, August 2009

Lange wurde um eine Regelung für die etwa eine Million illegalen SiedlerInnen gestritten, die sich in Amazonien auf 674.000 km² öffentlichen Landes niedergelassen haben. Die Fläche entspricht 80% des illegal besetzten Landes und etwa der Fläche Frankreichs. Jetzt ist das Gesetz durch alle Instanzen gegangen und NaturschützerInnen sehen sich als klare VerliererInnen.

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